Berühmte Streicherserenaden

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791): Eine kleine Nachtmusik G-Dur KV 525

Peter Tschaikowsky (1840 - 1893): Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48

 

 

 

 

 Leitung: Matthias Metzger     

 

 

 

 

Freitag, 13.3.26 19:30   St. Sebastian Ketsch, Schwetzinger Str. 1, 68775 Ketsch

Samstag, 14.3.26 15:00   Augustinum Heidelberg, Jaspersstr. 2, 69126 Heidelberg

Sonntag, 15.3.26 11:00   Chapel Heidelberg, Rheinstraße 12/4, 69126 Heidelberg

 

 

Komponiert hat Wolfgang Amadeus Mozart seine Serenade KV 525 Eine kleine Nachtmusik mitten in der Arbeit am Don Giovanni, wahrscheinlich unter enormem Zeitdruck. Das lässt zumindest das in größter Eile abgefasste Manuskript vermuten: Vieles ist nicht ausgeschrieben, Wiederholungen werden nur angedeutet. Ein Gelegenheitswerk – und dennoch: ein Geniestreich! War es tatsächlich ein Auftragswerk? Man weiß es nicht. Keine zeitgenössische Aufführung, keine öffentlichen Reaktionen sind bekannt. Bei Mozart spekuliert man immer gern: War es ein Abschiedswerk für den soeben verstorbenen Vater? Oder ein Dementi zum kurz zuvor komponierten Musikalischen Spaß? Immerhin ist es Mozarts letztes Werk dieser Gattung und seine einzige Streicherserenade überhaupt. Und dazu: Mozarts Hit schlechthin, sein populärstes Werk.

 

Im Sommer 1880 schrieb Peter Tschaikowsky an seine Gönnerin Nadeshda von Meck: „Das Schicksal führte mich bereits im Jünglingsalter der Musik Mozarts zu, und durch sie entdeckte ich ungeahnte Weiten musikalischer Schönheit. Wissen Sie, dass ich mich jünger und munterer, beinah als Jüngling fühle, wenn ich Mozart spiele!“ In dieser Zeit entstand seine viersätzige Serenade, mit der Tschaikowsky nach eigenem Zeugnis seiner „Mozart-Verehrung Tribut zollen“ wollte. Dennoch schuf er ein tief romantisches Werk voll echten, unverstellten Gefühls, nicht etwa eine der damals modischen Spielereien „im klassischen Stil“ – es finden sich kaum Anklänge an Mozart oder Haydn. Entsprechend stolz schrieb Tschaikowsky im Oktober 1880 an Frau von Meck: „Die Serenade habe ich aus innerem Antrieb komponiert. Sie ist vom Gefühl erwärmt und, wie ich hoffe, nicht ohne künstlerische Vorzüge.“