JUBILÄUMSSAISON 2018 --  10 JAHRE  MATTHIAS METZGER MIT DEM NEUENHEIMER KAMMERORCHESTER


Frühjahrsprojekt 2018

Termine:

Fr. 16.03.18   19:00 - 22:00  Probe Bürgerhaus Neuenheim
Sa. 17.03.18  11:00 - 18:00  Probe Bürgerhaus Neuenheim
So. 18.03.18  11:00 - 18:00 Probe Bürgerhaus Neuenheim

Fr. 13.04.18   19:00 - 22:00 Probe Bürgerhaus Neuenheim
Sa. 14.04.18   11:00 - 18:00 Probe Bürgerhaus Neuenheim
So. 15.04.18   11:00 - 18:00 Probe Bürgerhaus Neuenheim

Do. 19.04.18   19:00 - 22:00  Generalprobe St. Bonifatius Heidelberg
Fr.  20.04.18    19:30 - 20:30   Konzert Augustinum Heidelberg
Sa.  21.04.18   19:00 - 21:00   Konzert bei der Wachenheimer Serenade, Sektkellerei Schloss Wachenheim

So. 22.04.18     20:00 - 21:00  Konzert St. Bonifatius Heidelberg 

Anspielproben jeweils 1:30 h vor Beginn des Konzerts.

 

Bitte beachtet, dass in Anbetracht des Programms die Proben am Sonntag auch um 11:00 Uhr beginnen.

 

Programm:

R. Vaughan Willams: Concerto grosso

E. Grieg: Holberg-Suite (nur Konzert in Wachenheim)

B. Bartók: Rumänische Volkstänze

P. Tschaikowsky: Elegie G-Dur

F. Martin: Etüden für Streichorchester

Zugabe: tbd

 

Besetzung: 88663

 

Konzertmeisterin: Jasmin

Leitung: Matthias

 

Infos zu F. Martin Etudes:

Nach der Komposition seiner Oper ›Der Sturm‹ wollte sich Martin (wie er in einem Einführungstext schrieb, dem die folgenden Zitate entnommen sind) an »einer strengeren und von der Magie der Orchestration befreiten Musik versuchen«. Schon lange hatte er Paul Sacher ein Werk für sein Basler Kammerorchester versprochen. Sacher wünschte, dass es ein Werk ohne Solisten sei und die Teilung der Streichergruppen nicht über ein ›divisi à 2‹ hinausgehen sollte. Martin brauchte beim Komponieren äußere Anhaltspunkte. Wenn es keinen bindenden Text gab, so musste er »irgendein technisches Problem ausfindig machen, das die ersten Schritte eines jeden neuen Werkes lenken soll«. So sollte diesmal jeder Satz eine bestimmte Fähigkeit der Streicher in den Vordergrund stellen. »Die fünf Stimmen des Streichorchesters, die ich mir nur unter dem Druck der Notwendigkeit erlaubt habe zu verdoppeln, zwangen mich zu einem sehr strengen, polyphonen, mitunter fugierten Stil: … Hier nun diese ›Etudes‹: die erste, eine Kette einzelner, flüchtiger Gedanken, die, erst zaghaft, von den Celli zu den Violen, zu den zweiten und ersten Violen gehen und dann auf dem gleichen Pfad zurückkehren; ein hauptsächlich ein oder zweistimmiges Stück, stark modulierend, dessen Klangreinheit besonders schwer zu erzielen ist. Die zweite Etüde ist dem Pizzicato gewidmet, jeder Art von Pizzicato, ob weich gezupft, trocken gerissen, gitarrenartig mit dem Daumen geschleift, dem expressiven Pizzicato, mit vibrato und glissando, dem leichten schnellen Pizzicato. Die dritte Etüde ist ein Ruhepunkt, ausdrucksvoll und gehalten, für zwei Viola- und zwei Cellostimmen. Die vierte Etüde schließlich hat fugierte Form, in der jeder seinen Platz, ob wichtig oder bescheiden, jederzeit zu finden, sich zu behaupten oder zurückzuziehen hat, ohne den expressiven oder rhythmischen Charakter seines Parts zu verlieren. In diesem Stück, das den Charakter, wenn auch nicht die strenge Anlage einer Fuge mit zwei Themen besitzt, ist es mir eingefallen, den Eintritt des ersten Themas und des zweiten zu harmonisieren, um jegliches Schulmäßige, das in diesen Expositionen etwa enthalten sein könnte, zu verdecken. In der Mitte dieses letzten Stückes steht eine Art Choral, teilweise auf dem zweiten Thema basierend, manchmal auch im Krebs. Diesen Etüden geht ein Präludium voraus, oder, wenn man will eine ›Intrada‹, um das Orchester in seiner ganzen Klangfülle spielen zu hören«. Am 23.11.1956 wurden die Etüden in einem Konzert unter Paul Sacher in Basel uraufgeführt, wobei das Publikum so begeistert war, dass es, Konventionen missachtend, nach der hispanisierenden Pizzicato-Studie zwischen den Sätzen Beifall klatschte.