Mannheimer Morgen, 21.10.2016:

"Außergewöhnliches Programm"

"Bei ihrem ersten Konzert mit Orchester begeisterte Ekaterina Mamysheva mit ihrer frischen Darbietung. Gesanglich, gestisch und mimisch schlüpfte sie in die Rolle eines Kindes und ließ typische Szenen aus der Kindheit lebendig werden. ... Herzlichen Applaus gab es für die junge Sängerin und ihren Vortrag, der insgesamt sieben Lieder in ganz unterschiedlichen Stimmungen umfasst."

"Das NKO meisterte das schwierige Stück [Schostakowitsch], das aus fünf ineinander übergehenden Sätzen besteht, hervorragend. Nach einem Largo steuerte Matthias Metzger sein Orchester ständig antreibend, im Allegro molto sehr schnell auf ein beängstigend dramatisch-donnerndes Unwetter zu, das von Endzeitstimmung kündete, gefolgt von einem schnellen Allegro Scherzo, das nicht wirklich heiter zu nennen ist - großartig dabei die Cellistin Terese Zink. Zwei düstere Largo Sätze zum Ende verschaffen dem Zuhörer Luft. Viel Applaus und Lob gab es von dem zu großen Teilen musikalisch vorgebildeten Publikum."

 

Die Rheinpfalz, 18.10.2016:

"Russische Seele"

"Die Musik [von Mussorgsky] entwickelte sich unmittelbar aus der Rede, wie ein zur Melodie erhobenes Sprechen. Ekaterina Mamysheva gelang es mit ihrem warmen, eher dunkel abgetönten Sopran hervorragend, diesen kindlichen Ton, oder gar den Gesprächsgegensatz mit Amme oder Mutter ins Lied zu übertragen."

"Das Neuenheimer Kammerorchester verstand es ausgezeichnet, diese vielen Aspekte dessen, was man „russische Seele“ nennt, musikalisch zu übersetzen und den Zuhörern zu überbringen. Der Beifall in der gut besuchten Kirche war entsprechend lang und begeistert, die Zuhörer konnten sich kaum von Kammerorchester und Sängerin trennen." 

 

Rheinpfalz, 02.05.2016

"Unterhaltsame Darbietung vom Feinsten"

"Lang anhaltenden und begeisterten Beifall gab es am Freitagabend in der protestantischen Kirche in Meckenheim für das Neuenheimer Kammerorchester. Eine Stunde lang bezauberten die 24 Musizierenden unter der Leitung von Matthias Metzger ihre Zuhörer mit unterhaltsamen Kompositionen von Mozart, Beethoven, Liszt und Bartók."

[ zu Béla Bartóks Divertimento]  "Schon nach den ersten Takten aber erschließen sich dem Hörer musikalische Welten, ein bunter Reigen von Einflüssen aus der Volksmusik der verschiedenen Kulturen, mit Schwerpunkt auf dem österreichisch-ungarischen Bereich. Vielfach rhythmisch verfremdet, überschneiden sich Tonfolgen und Melodiefetzen verschiedener Stilrichtungen, fließen ineinander, um sich neu arrangiert wieder zu verselbstständigen: gerade so, als habe Bartók die verschiedenen Elemente wie ein Schwamm aufgesogen, um sie dann sehr dosiert daraus wieder hervorquellen zu lassen. Das alles hat das Orchester mit viel Sensibilität herausgearbeitet. Den ersten Satz, das Andante, lässt es wie den Tanz eines Derwischs klingen, der in verzerrte Walzerklänge mündet, der zweite Satz, das Molto adagio, beginnt wunderbar rund, satt und schläfrig, das abschließende Allegro assai spielt mit einem Volksliedthema, in dem die Geigen auch einmal schluchzen dürfen wie in einer Zigeuner-Kapelle. Ein meisterlicher Schlusspunkt nach einem Konzert voller Höhepunkte und Gegensätze.

 

Zur Einstimmung öffnet Mozarts harmonisches und schwungvolles „Divertimento B-Dur KV 137“ die Herzen der Zuhörer. Liszts „Angelus“ aus dessen „Années de pèlerinage III für Streicher“, ursprünglich für Klavier geschrieben, setzt so zart ein wie ein Hauch. Klänge verwandeln sich zu einem sich dahinwälzenden Strom, bis wie unter einem Dunstschleier sich wieder Licht und das ferne Läuten von Glocken zeigen.

Ein ganz besonderes musikalisches und klangliches Erlebnis bereitet das Kammerorchester seinem Publikum mit Ludwig van Beethovens „Konzert für zwei Hörner und Streicher“. Es ist ein überwiegend fröhliches Wechselspiel zwischen Orchester und den Hörnern von Thomas Swartman, der unter anderem stellvertretender Erster Solohornist beim Philharmonischen Staatsorchester Mainz ist, und seiner Tochter Anna Katharina Schneider, die mit verschiedenen namhaften Orchestern auftritt. Da lässt der warme Klang der Hörner die Luft im Kirchenschiff vibrieren, da wechseln sich lyrische Passagen mit Jagdhornklängen und sakralen Elementen ab – so wunderschön und kunstvoll dargeboten, dass sich danach selbst die Orchestermitglieder voller Bewunderung und strahlend zu den Hornisten umdrehen.

 

Es war ein schönes Konzert, vielseitig, technisch und musikalisch brillant. Dem kräftigen Beifall nach zu urteilen, könnten die Zuhörer sich davon Fortsetzungen wünschen."

 

Rhein-Neckar-Zeitung, 27.10.2015

"Letztes Konzert vor Auschwitz"

"... In der Entfaltung dieses Adagios [Meditation von Suk] durchliefen die Musiker eine enorme Entwicklung ihres seelischen Gemütszustands, der bis zu schierer Brutalität hinreichte, was den historischen Hintergrund dieses Konzertrahmens extrem unter die Haut fahren ließ.

Bei Haas war das Ensemble besonders auf die präzise Zeichengebung und rhythmische Sicherheit ihres Leiters angewiesen, da hier in den einzelnen Registern extreme Gegenwelten aufeinanderprallen, die strikt voneinander getrennt ihr eigenes Szenario veranstalteten. Gefühlsmäßig schwankten die Geigen hier oft zwischen volkstümlich angehauchter Tanzmotivik und leidenden Ausrufen voller Verzweiflung.

Für einen Augenblick alle Sorgen und Ängste vergessen konnte man bei Dvorák, dessen Melancholie mehr zum Träumen als zum Verzweifeln anregte. Mit voller Hingabe hatte sich das Kammerorchester diesen Charme des Pragers einverleibt, der ihnen zu richtigen emotionalen Höhenflügen verhalf. So viel Freiraum vermochten sie auch deshalb ihrem Spiel zu geben, da sie sich stets auf ihren Dirigenten verlassen konnten, der ihr temperamentvolles Klangpaket zusammenführte. Die geballte rhythmische Energie übertrug sich auch auf den Applaus in der gut besuchten Kirche."

 

Mannheimer Morgen, 20.10.2015

"Berührende Melodie aus der Haft"

" ... Begeisterter Applaus vom interessierten, teils fachkundigen Publikum für die Darbietung auf hohem Niveau war den Musikern aus Heidelberg sicher."

 

Mannheimer Morgen, 01.04.2015

"Klänge zart wie ein Windspiel"

"Vorwiegend heiter, spritzig und mitreißend spielten die 22 Musiker unter der Leitung von Matthias Metzger ihr neues Programm Panamericana mit Einflüssen aus Tango, Jazz, Folk."

"Als ersten Höhepunkt erlebten die Zuhörer das Konzert für Marimba und Streichorchester des Brasilianers Ney Rosauro mit dem Solisten Jörg Burgstahler. ... Klänge, zart und entrückt wie ein Windspiel, plätschernd wie ein Gebirgsbach und kraftvoll wie eine Fanfare entlockte der Solist während der vier Sätze (Begrüßung, Klage, Tanz und Abschied) seinem Marimba. Faszinierend zu beobachten war die virtuose Handhabung der jeweils zwei Schlägel in beiden Händen. Begeisterten Applaus erhielten Solist und Orchester, das hier meist im Hintergrund blieb, für diese Darbietung."

"Zum viel bejubelten Abschluss spielte das Neuenheimer Kammerorchester den weltbekannten Libertango des Argentiniers Astor Piazzolla aus dem Jahr 1973, ein Ohrwurm, von dem rund 500 verschiedene Veröffentlichungen existieren."


Rhein-Neckar-Zeitung, 23.10.2014

"Mystisch perlende Harfe - Neuenheimer Kammerorchester in der Christuskirche Heidelberg"

"Komponiert hat Haydn damals sein einziges Doppelkonzert für Violine und Cembalo. Überlässt man den Part des zweiten Solisten nun einer Harfe, wird der friedlich dahinfließende Streicherstrom des Neuenheimer Kammerorchesters mit seinem äußerst agil hervorschnellenden Anführer Matthias Metzger plötzlich von einem mystisch anmutenden Perlengewand untermalt. 

Auch wenn von einem Doppelkonzert die Rede ist, übernahm Mirjam Schröders Harfe in solistischen Zwischenspielen die Begleiterrolle und ließ Metzgers technisch wie gestalterisch sehr versiertes Geigenspiel wahrhaft glänzen. Seine vortreffliche Einfühlungsgabe und stets mitschwingender Charme bescherten im Largo ein richtiges Kleinod, wenn die Solisten ausgesprochen intim und durchaus neugierig im Duo miteinander kommunizierten. 

In der unstet schwirrenden Klanglandschaft der Ballade für Harfe und Streicher des finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara gab es für Schröder dann doch reichlich Gelegenheit, sich als selbstbewusst-temperamentvolle Solistin zu präsentieren: Mit abstrakt hineingeworfenen Akkorden oder sich beängstigend emporschaukelnden Läufen ließ sie viele Gefühlsausbrüche dieser Tonmalerei spürbar werden. Nahezu verzaubert hat sie das Publikum schließlich mit ihrer Zugabe, Gabriel Faures 'Une châtelaine en sa tour'.  ..."


Rhein-Neckar-Zeitung, 13.05.2013
"Eine musikalische Delikatesse"

"Die elf kurzen "Variationen über ein Thema von Frank Bridge, op. 10" von Benjamin Britten (1913-1976) bildeten den Schluss- und Höhepunkt zugleich. ... Hier konnten Orchester und Dirigent ihre besonderen Vorzüge unter Beweis stellen: die Fähigkeit, dynamisch zu musizieren und überzeugend zu gestalten." ...

[In den Solo-Werken] … "überzeugte Sonja Schröder (Cello) als Solistin. Der samtig-weiche Klang ihres Instruments, mit dem sie stille Trauer, heftige Klage, aber auch romantische Stimmungen auszudrücken verstand, begeisterte das Publikum ebenso wie ihre ausgereifte Improvisationskunst." ... 

"Das Verlassen ausgetretener musikalischer Pfade hat seinen unbestrittenen Reiz. Diese Überzeugung nahm das Publikum, das begeistert applaudierte und zwei Zugaben erklatschte, dann auch gerne mit nach Hause."

 

Rhein-Neckar-Zeitung 16.10.12

Die ‚russische Seele‘ war bei diesem Konzert allgegenwärtig
Überzeugte mit ausgereifter Vortragskunst: Das Neuenheimer Kammerorchester gab in der katholischen Kirche St. Cyriak Dielheim ein Konzert zum Genießen.“

„Die Stücke dieses Konzerts waren überhaupt allesamt von eingängiger Melodik, etwas zum Wohlfühlen […]. Sie wurden präsentiert von einem Orchester, das dieser Aufgabe in jeder Hinsicht gewachsen war. Rund 20 Profimusiker, deren ausgereifte Vortragskunst überzeugte, und ein Dirigent, der zu motivieren verstand und den ihm zur Verfügung stehenden Gestaltungsfreiraum souverän nutzte, sorgten für ein Musikerlebnis von hohem Niveau.

Bedenkt man noch, dass sich die Musiker, die alle auch Mitglieder von Orchestern der Region sind, nur zweimal im Jahr zu einer Arbeitsphase treffen, um ein neues Konzertprogramm einzustudieren, dann überrascht die Einheitlichkeit des Orchesterklangs. Es wurde, soweit möglich, im Stehen musiziert. Bei der klugen Beschränkung auf eine Stunde Programm war dies nicht allzu belastend für die Ausführenden und verschaffte ihnen "Beweglichkeit", auch im wahrsten Sinn des Wortes.“

 

Rhein-Neckar-Zeitung, 21.03.12

Da konnte man nur noch staunen.

„Der Mannheimer Klarinettist Nikolaus Friedrich […] entdeckte ein grandioses Klarinetten­konzert des polnischen Komponisten Mieczylaw Weinberg und war begeistert. […] Weinbergs innige Melodien und eloquente Koloraturen spielte Friedrich so inspiriert, dass man nur noch staunte.

Das 2007 gegründete 20-köpfige Streicherensemble begleitete den Solisten Friedrich in Weinbergs Konzert sehr temperamentvoll und feinsinnig. Dieses Projekt-Orchester kann man loben und ehren. In St. Raphael spielte es – außer dem Klarinettenkonzert – eine spätromantische Serenade des deutsch-österreichischen Komponisten Robert Volkmann (1815-1883) und eine Fantasie über ein Thema von Thomas Tallis von Ralph Vaughan Williams: romantisch behaucht, intonatorisch sauber, technisch ordentlich und dynamisch anrührend.“

 

Rhein-Neckar-Zeitung, xx.04.2010

Tschechische Klanglandschaften

„Vor allem die in langsamen Tempi fortschreitenden Sätze verbreiteten Ruhe, die ganz eintauchen ließ in die Stücke. So erklangen im fünften Satz (Adagio) der Suite Janáceks Kontrabass und Celli atmosphärisch und trugen die Bratschen und Geigen, die sich auf ihnen wie auf einem ruhenden See entfalten konnten, überragt von einer typisch slawischen, lautmalerischen Melodie, die über allem schwebte. Im zweiten Satz (ebenfalls Adagio) derselben Suite boten sich die Geigen in hellen Tönen glänzend dar. […] Das erst im Jahre 2007 gegründete, also recht junge Kammerorchester hat dieses Programm sehr gut gemeistert. Das hat das Kammerorchester sicherlich nicht zuletzt Matthias Metzger, dem Dirigenten, zu verdanken: Dieser bringt die nötigen Führungsqualitäten mit, als Absolvent eines Violinstudiums bei Ulf Hoelscher in Karlsruhe und aufgrund von Erfahrungen. Das Publikum belohnte die Mühen mit einem herzlich langen Applaus.

 

Weinheimer Nachrichten, 21.10.2008

Musikalische Leckerbissen mit Gefühl und Schwung

„[…] an der Musizierkunst, der Spontaneität und der Brillanz dieses ausgezeichneten Laienorchesters gab es nicht das Mindeste auszusetzen. Standen doch auch wahre musikalische Leckerbissen auf dem Programm und die Leistung des Orchesters verdiente trotz der mageren Kulisse eine echte Bewunderung.

Traumhaft schön spielte das Kammerorchester die ‚Zwei elegischen Melodien op. 34 Herzwunden und Letzter Frühling“ von Edvard Grieg. Ein reiner Hörgenuss, wobei sich das Ensemble unter der souveränen Führung seines Dirigenten Matthias Metzger als ein sensibler Klangkörper erwies. […] Mit lang anhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum bei den Musikern für ein Konzert mit einer vorzüglichen Gesamtleistung.“

 

Rhein-Neckar-Zeitung, 24.10.2008

„‚Echter‘ und ‚unechter‘ Barock“

„‘Echte‘ Barockmusik gab es danach mit dem Konzert in G-Dur für Oboe d’amore und Streicher von Telemann. Laura Jung, Musikstudentin aus Mannheim, überzeugte bei dem Solopart mit virtuosem Spiel und einem wunderbar sanften Oboenton. Ein Kompliment auch dem Orchester, das ihr mit unaufdringlicher, Akkurater Begleitung die Möglichkeit gab, ihr ganzes Klangpotential auszuschöpfen.“

 

Rhein-Neckar-Zeitung, 19.03.2008

„Erfrischend unverkrampft – Neuenheimer Kammerorchester zeigte Klangkultur in St. Raphael“

„Das Neuenheimer Kammerorchester ist der ‚Shooting Star‘ unter den Heidelberger Laienorchestern. […] „So gehört es zu den positiven Überraschungen, wenn ein Ensemble mit Klangkultur und Spielfreude aufwartet, wie sie selbst in Konzerten mit professionellen Musikern beileibe nicht Alltag sind. […] Mit musikantischem Schwung und glasklaren Rhythmusstrukturen demonstrierte das Neuenheimer Kammerorchester seine erfrischend unverkrampfte und natürliche Musikalität [bei Bachs dritten Brandenburgischen Konzert]. […] ‘Silouans Song‘ von Arvo Pärt geriet in der hallenden Kirchenakustik zum wahren Klangereignis. […] Mit sichtlicher Freude hatte sich das Ensemble dieses technisch nicht ganz einfache Werk [Dvoraks Serenade E-Dur] erschlossen und zeigte unter dem agilen Dirigat von Matthias Metzger Sympathie statt Pathos, zu Herzen gehende Wärme statt großer Dramatik.“